eisiges wetter in berlin. es ist samstag.

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Am Anfang waren die Flaggen der 194 offiziell anerkannten Länder. Die Farben wurden kontinuierlich extrahiert bis das Rot der Flaggen, der zeichenhaften Repräsentanten der Macht sichtbar war. Was vom Tage blieb, war die politische Textur, ein reines Signalmuster…

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    “untitled” (red in flags) 2009, at Abteilung DIGITALE KUNST | Expositur Sterngasse 13

    liberale sind aus gutem hause. liberale sind gebildet. liberale sind weiß. liberale haben geld. liberale sagen nie was armut ist. liberale wissen was wohlstand ist. liberale übernehmen verantwortung. liberale haben verschiedene verantwortungen. liberale lachen wenn man von kapitalismus spricht. liberale sind für einen schmalen staat. liberale funktionieren nur mit staat. liberale beurteilen nach vorteilen und nachteilen. liberale wollen vorteile. liberale sind egoisten im sinne der anderen. liberale halten zusammen. liberale wollen freiheit. freiheit von der vorstellung, dass freie ökonomie keinen freien menschen macht.

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    rezension artinvestor

    was geht einem auf die schnelle durch den kopf, wenn man aus dem regal (vielleicht zum ersten mal, vielleicht hat man sich noch geziert) eine ausgabe des magazins Artinvestor fischt und erwartungsvoll in die hand nimmt? kommen nicht wie auf knopfdruck die bilder von stinkereichen industriellen, die ihre einsamkeit an der spitze, ihr geld mit profanen und trockenen kalkulationen verdienend, mit einem schönen bild im büro einwenig lindern wollen- ihr graues brot mit einer herzhaften scheibe schillernder, extravaganter aura belegen wollen? nun, die antwort auf diese frage lautet schlicht und ergreifend: nein.

    vielmehr, ohne zuvor eine komplette ausgabe durchgeackert zu haben, hüpfen vorstellungen von investoren, die kunst wie jede andere wertanlage einkaufen und abstoßen in meinem kopf umher, und drehen sich schon wieder angewidert ab vor dieser symbol und kapitalsüchtigen seifenblase, die an ihrer dünnen außenseite unsere lebenswelt reflektieren möge. nur dieses eine mal, in dieser ausgabe des magazins selbst. in den buntesten regenbogenfarben nämlich. und am cover des Artinvestors sehe ich geradewegs den feuchten traum jedes klischeealchemisten: einen im discokulgel-stil gearbeiteten goldvorhang.

    dieser scheint auf der front des magazins den möglichen inhalt für den erlesenen kunstgourmet, ein für allemal verhüllen zu wollen. wer das cover lieber lesen als beäugen möchte, ließt sogleich die webadresse www.investinstyle.com, darunter ein pinker stern in dem “jetzt neu! shop 10 seiten” steht. darunter der teaser auf den schwerpunkt “kunst die glänzt”. und schon höre ich wieder auf, die oberflächlichkeit des kunstmarktes in den dreck zu ziehen, wie unnötig ist das denn? wer braucht denn sowas? aber trotzdem fallen bemerkenswerte inhalte auf, muster und patterns die sich exemplarisch zu einer medialisierten wie pankapitalistischen erde verhalten, als wäre diese, in einem einzigen magazin kondensierte logik ein kleiner mikrokosmos in sich. nicht etwa ein ansatzpunkt, diese welt auf einen schlag einwenig besser zu verstehen. kunst selbst? nein, das darf einfach nicht!

    hinter dem erwarteten schleier an artikeln über keith haring, luxuriöse uhren und regenschirme, aus dem boden gestampfte kunstresavate in den arabischen emiraten, alles unterfüttert mit steigenden und fallenden kursen an angesagten künstlern, zeigt sich der, wie ich es nenne “quantische charakter” einer globalen sinnproduktion. ein lichtteilchen hat ja angeblich keine immanten eigenschaften, denn diese entstehen erst bei einer untersuchung selbst. die messung beeinflusst das ergebnis, das ist klar. aber es geht um mehr. wie der chefredakteur in einer britischen fernsehserie einst meinte: idiots will think its cool, smart people will think its a joke. trennen sich in diesem heft vor meinen augen zeichen von dem was sie einst bezeichnen sollten.

    die form löst sich vom inhalt, und erstaunlich gelassen bleibe ich, finde es weder gut noch schlecht. das ist eben so, die passivität ist nun mein bodyguard. macht wird während des blätterns zur permanenten präsenz der bilder, und diese macht entsteht nicht durch das gezeigte, sondern die präsenz der bilder an sich. was geht da vor im artinvestor? habe ich in den artikeln, in denen es aus anlass zumeist um die finanzkrise geht, funken der selbstironie gelesen? wird da mit einem augenzwinkern dekadenz und geschmückte oberfläche in alle höhen gejubelt, derartig bierernst, dass mir alleine überlassen bleibt, ob ich diese affirmationen für voll nehme, oder ein kleines laster wie das sammeln von fabergéeiern für verschroben, aber doch so überaus charmant erkläre. es dreht sich in diesem magazin um eine reine illustration von sachverhalten. welche ist unklar, denn man hat schließlich kein fachblatt vor augen. mehr eine leichte illustierte, die nebenbei konsumiert und in den richtigen händen zu impulskäufen verleiten darf, denn wie ich in einem beitrag lese sind yachten, villen und privatjets sowas von yesterday.

    wer drinnen ist, wird eingekauft. wer nicht, nicht. der Artivestor stellt seine leser als ahnungslose idioten dar, oder versucht eben die kronenzeitung der superreichen zu sein. 5 minuten zeit zwischen zwei meetings, ist ein blick in den investor wohl spotlicher als eine filterlose zigarette. all das und noch viel mehr darf man sich großherzig aussuchen. der text wird ein muster. er mag reines pattern sein, in das die namen der künstler unauffällig untergehoben sind, wie die markenjean im hintergrund einer friends folge.

    wer im Artinvestor auftaucht hats gut, aber eigentlich heißt es: besser. denn wer hier vorkommt ist tot oder hats zumeist eh schon gut. experimente sind, sagt der billa wie der hausverstand, nichts zum investieren und was man kennt ist bestimmt von wert. aber hätten wir uns das alles nicht denken können, als wir die ausgabe aus dem regal genommen und vorbildlichst jedes glitzern und glänzen darauf bemängelt haben…

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    Onewordinaline.

      Onewordinaline

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    »between the devil and the deep blue sea«
    (stolen from a child)


    writings

    a

    genkipoem

    Die Frog Crawlen auf Magen ist zerrissen und lächelt. Bloody, püriert und gekaut. Drei Männer in Weiß gekleidet smash Frösche zu einem blutigen Brei. Betrunken beim Anblick dieser wilden Zerstörung, alles, was sie tun können, ist stare. Sie ihre Dusche mit Stampfkartoffeln Amphibien. Sie greift auf das Fleisch, Verschmieren es über die Haut bis zu ihrem blassen Teint ist blutrot gefärbt. Zusammen bilden sie Schlucht auf Frosch Fleisch, verbunden durch eine Kette von Gore in einem blutigen Umarmung. Zeugen von dieser Bankett des Absurden.

    Der Fisch, hat, ist von gepackten und die Wunde empfangen. Eingehüllt in Hackfleisch Fisch Fleisch Blut und Fisch Mut umhüllen die Frau mit ihrem Schleim und Gestank. Sie können eine kryptische meckern – die Hälfte in Verzückung, die Hälfte in Wahnsinn. Fischschuppen und Speichel dribbeln von ihrem klaffende Mund. Ihr Gesicht wird sich mit Blut. Sie sieht exquisite. Fische Eingeweide hängen von einem Mund gegossen in eine verzaubernde Lächeln. Das Fest der Wahnsinn hat gerade erst begonnen. Ein Haufen von kleinen fishies liegen an ihrer Seite noch zu Hackfleisch. Sie zieht sich einige, ihre Augen geblendet und schimmernde …

    Der Aal und Loach Zum Anschlag in Laszivität Sind Insane. Flucht in die Eingeweide von einem verlassenen Gebäude und vergewaltigt von zwei Männern, die sich deutlich geistig gestört. Sie lassen sich bizarre kreischt, als sie auf ihren Körper reißen. Die schlimmsten Alptraum vorstellbar! Sie betet, es ist alles nur ein schlechter Traum, und sie wird wach jede Minute. Aber kaum ist sie weiß, dies ist erst der Anfang. Sie setzen die Bühne, als sie sind bewusstlos. Ein alter Barbier Stuhl hängen Schaufensterpuppen und Eimer von Aal und loaches. Genießen Sie den Traum.

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    letters2agnosia

    liebe.jpg

    2009

    Element Mass of element
    in a 70-kg person
    Volume of
    purified element
    Element would
    comprise a cube
    this long
    on a side:
    oxygen 43 kg 37 L 33.5 cm
    carbon 16 kg 7.08 L 19.2 cm
    hydrogen 7 kg 98.6 L 46.2 cm
    nitrogen 1.8 kg 2.05 L 12.7 cm
    calcium 1.0 kg 645 mL 8.64 cm
    phosphorus 780 g 429 mL 7.54 cm
    potassium 140 g 162 mL 5.46 cm
    sulfur 140 g 67.6 mL 4.07 cm
    sodium 100 g 103 mL 4.69 cm
    chlorine 95 g 63 mL 3.98 cm
    magnesium 19 g 10.9 mL 2.22 cm
    iron 4.2 g 0.53 mL 8.1 mm
    fluorine 2.6 g 1.72 mL 1.20 cm
    zinc 2.3 g 0.32 mL 6.9 mm
    silicon 1.0 g 0.43 mL 7.5 mm
    rubidium 0.68 g 0.44 mL 7.6 mm
    strontium 0.32 g 0.13 mL 5.0 mm
    bromine 0.26 g 64.2 µL 4.0 mm
    lead 0.12 g 10.6 µL 2.2 mm
    copper 72 mg 8.04 µL 2.0 mm
    aluminum 60 mg 22 µL 2.8 mm
    cadmium 50 mg 5.78 µL 1.8 mm
    cerium 40 mg 4.85 µL 1.7 mm
    barium 22 mg 6.12 µL 1.8 mm
    iodine 20 mg 4.06 µL 1.6 mm
    tin 20 mg 3.48 µL 1.5 mm
    titanium 20 mg 4.41 µL 1.6 mm
    boron 18 mg 7.69 µL 2.0 mm
    nickel 15 mg 1.69 µL 1.2 mm
    selenium 15 mg 3.13 µL 1.5 mm
    chromium 14 mg 1.95 µL 1.3 mm
    manganese 12 mg 1.61 µL 1.2 mm
    arsenic 7 mg 1.21 µL 1.1 mm
    lithium 7 mg 13.1 µL 2.4 mm
    cesium 6 mg 3.2 µL 1.5 mm
    mercury 6 mg 0.44 µL 0.8 mm
    germanium 5 mg 0.94 µL 1.0 mm
    molybdenum 5 mg 0.49 µL 0.8 mm
    cobalt 3 mg 0.34 µL 0.7 mm
    antimony 2 mg 0.30 µL 0.7 mm
    silver 2 mg 0.19 µL 0.6 mm
    niobium 1.5 mg 0.18 µL 0.6 mm
    zirconium 1 mg 0.15 µL 0.54 mm
    lanthanium 0.8 mg 0.13 µL 0.51 mm
    gallium 0.7 mg 0.12 µL 0.49 mm
    tellurium 0.7 mg 0.11 µL 0.48 mm
    yttrium 0.6 mg 0.13 µL 0.51 mm
    bismuth 0.5 mg 51 nL 0.37 mm
    thallium 0.5 mg 42 nL 0.35 mm
    indium 0.4 mg 55 nL 0.38 mm
    gold 0.2 mg 10 nL 0.22 mm
    scandium 0.2 mg 67 nL 0.41 mm
    tantalum 0.2 mg 12 nL 0.23 mm
    vanadium 0.11 mg 18 nL 0.26 mm
    thorium 0.1 mg 8.5 nL 0.20 mm
    uranium 0.1 mg 5.3 nL 0.17 mm
    samarium 50 µg 6.7 nL 0.19 mm
    beryllium 36 µg 20 nL 0.27 mm
    tungsten 20 µg 1.0 nL 0.10 mm

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    excalibrut

    alles beim besten. auch ein kribbeln in der magengegend wie vom achterbahn fahren. pläne aushecken, kaffee trinken, freunden auf ihren trips zusehen. diese 2 dimensionale magnetische wand, schwitz, dem a aus einem vorbeifahrenden ICE zugegrüßt. gemeint, er hat mich auch gesehen. holzwerkstatt ruft, die rückspiegel auch. gummibäume hier sind groß geworden. schöne saftige blätter. s wieder zurück aus dem norden. in braunau zigaretten holen… so stell ich mir übrigens den mond vor

    es gibt so stellen, wo sich sprache derartig strategisch in meine bewusstseinsmuster einklinkt, dass sich alles zu drehen beginnt, mir schwarz vor augen wird, ich aufstehen, im zimmer umhergehen muss, weil mein adrenalinspiegel von einer sekunde auf die andere durchs dach schiesst und diese ganzen codes erschreckend körperliche auswirkungen  auf mich haben. da fällt mir auch diese bande ein, die in wohnungen einbricht und die einrichtung so strategisch verstellt, dass heimkehrende betrachter auf einen schlag wahnsinnig werden. das ist mir passiert, also das mit dem aushängen jetzt, wie ich den vortrag von terence mckenna, culture and ideology are not your friends gehört hab, oder the filth von morrison zu schnell gelesen hab. oder heute bei diesem interview mit einem schizophrenen im vice, der über mikrophone, agenten, meth-verschwörungen, britney spears gegenkulturelle anschläge die er plant uws geredet hat. der burroughs hat ja von sprache als einem außerirdischen virus geschrieben (elektronische revolution glaub ich), und dass man nur mit der richtigen kombination aus bild und ton einen menschen schlagartig und für immer ändern könne. klingt wie IT-marienerscheinung, heute aber doch recht modern mit der so oft gedroschenen memetik, kultur als evolution der meme uswusf, die mutieren und wie mehr oder weniger überlebensfähige einheiten weitergegeben werden. wenn man aufhört darüber zu sprechen sterben sie, oder so. der typ im vice meinte, dass diese meme (auch in form von worten) bald schon kontrolliert werden, freie meinungsäußerung durch copyright-nazi-kartelle unterbunden wird und sich dann eine herrschende elite der informationsweitergabe und manipulation bildet. aber bei diesen mentalen aushängern geht es anscheinend mehr um den duktus, als um einen bestimmten inhalt. eine hypnotische struktur, die mentale patterns entgleisen lässt und für kurze zeit nur das innenleben auf den kopf stellt. der vogel heisst übrigens piiliiip oder so, und wurde genau wie p k dick von einem pinken laserstrahl getroffen und mit information vollgetankt. aber alles was er sich davon gemerkt hat war, dass öl eigentlich wasser mit tinte ist. schade, irgendwo

    nichts privates, nichts intimes, nichts gefühlvolles, nichts geniales, nichts interessantes, nichts gekonntes, nichts neues, nichts gutes, nichts schlechtes, nichts was irgendjemanden beeindrucken soll. nichts was irgendwer anderer mögen soll, nichts über die kunst, nichts über das leben, nichts aus der erinnerung, nichts was in der zukunft liegt. nichts von dem. nichts als das pseudogegen- und zerrbildbild zum rest. nichts als das crack unter den glückskonzeptionen. träume und nicht stehen, nicht liegen. dann tiefer und tiefer gehen. wie bei einer zwiebel eine schicht nach der anderen wegziehen, das tote gewebe mit dem skalpell entfernen, am ende eben auch keine basis. nichts dann, an dem man sich festhalten kann. wenn man den rest auf die seite schiebt, alles wegziehen, alles was da war und alles was sein soll, die zier auf der zuckertorte, dann bleibt stille. stark, schwarz, ruhig. schießlich doch etwas aus nichts. der hase aus dem zylinderhut. nur ein gedanke, eine einfache regung. wer die illusion finden will, wie die harten typen in sin city, die für ein luftschloss ihr leben geben, findet sie. und sie wird wahrhaftig. nicht der seemannsgarn, nicht die realität. das gefühl ist nicht realität. es ist absolute gegenrealität. der mächtigste ort jemals


    Ist Ihnen schon aufgefallen, wie erbärmlich das Alpenpanorama eigentlich ist wenn man sich die Berge wegdenkt?