weihnachtsessen in so einem post-asiatischen lokal. die hatten sogar marinierte schweinsohren in streifen. wir meinen der kommerz um diese zeit ist auch nicht mehr so feierlich wie er mal war. die menschen kaufen, aber sie kaufen lustlos. kosumenten lassen sich nicht mehr mit leib und seele ins stahlbad und wir sind enttäuscht. kaufen anschließend umso leidenschaftlicher. zuerst mal dinge für sich selbst. klar, die stechen ins auge und man beschenkt andere nach guter christlicher tradition ja schließlich wie sich selbst. da fängts mal an. dann weiter ins super trendy punschiglu im museumsquartier. aber nur mal durchsteuern, das reicht völlig. der punsch kondensiert eh in der luft und auf der zunge. man schaut zu dieser zeit in sich, und da ist was. nicht wie man erwarten könnte. aber ich bild mir ein etwas gesehen zu haben, und ich sehe wieder wie gut gustav meyrink so tut. wahrscheinlich weil er an sowas wie eine seele glaubt. teilweise zu viel, fast gnostisch… aber es ist ja doch “nur eine geschichte”. gehe jetzt auf die mariahü geschenke kaufen. sportlicher ehrgeiz begleitet mein tun. wenn das budget bloß nicht so mager wäre… habe ein sauschlechtes gewissen vor der wirtschaft. hoffe mich besuchen auch drei weihnachtsgeister. oder wenigstens der golem

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