pure dekadenz. heisser pool und kühles bier täuschen darüber hinweg dass utopia immer woanders ist. ein beet ausheben. zwei wintertaugliche gewächse pflanzen und eins, das den winter nicht überstehen wird. ich denke an den kreislaufkollaps im waldhof und wie mich die oma ansieht. lauthals drogen vermutet, der schwester sagt sie sei zu dick. die endorphine der sonne halten nicht mehr lange an und ich muss zurück nach wien. gestern “before night falls” von julian schnabel gesehen. sowas knickt mich immer, aber da muss man durch. super film! nicht denken, gut und falsch finden ist alles andere als einfach. das beet wartet und den anderen task hab ich glatt vergessen. andi is krank geworden. die anderen in die vogelsang-klamm gefahren. schlechtes gewissen…, also sofort bloggen. hab auch so ein textschtückl schreiben müssen: Kontrolle über gesellschaftliche Entwicklung wird ein Management ihrer Illusion, und somit rein als Präsenz medialer Bilder wirksam. Fragen nach Machtausübung auf unser Leben werden über Projektionsflächen ausgehandelt, Bilder die in sich keine Bedeutung tragen, beliebige Vorgänge zeigen und nur noch der kollektiven Deutung ausgeliefert werden können. Die Halluzination von Verantwortlichkeit (in Form von medialen Figuren) liegt dadurch niemals falsch und immer richtig, wenn die Daten selbst zur Information werden, und ihre Interpretation nur eine Affirmation einer globalen Narkose ist. Bilder eines Bienenschwarms werden gezeigt, für manche ist es ein Indiz für eine globale Katastrophe, für eine überraschende Mehrheit dann ein Beweis für Schwarmintelligenz. Diese kollektive (und vordergründig demokratische) Produkt der Wahrheit hat der Sender dieser Bilder im Nachhinein schon immer gemeint. Womit auch übersehen wird, dass bei der Sache nur die Gegenwart des Bienenschwarms in unseren Köpfen von Interesse war, und die daraus gewonnene Information die Position der Sender legitimiert. Wichtig ist hier nicht, dass die Welt glaubt Pilze seien ein Symbol des Wachstums sondern, dass wir an Pilze denken, um sie unbewusst mit einem folgenden Sujet zu verknüpfen. Eine neue Grammatik des Massenmanagement über eine neue “virtuelle Textur” entsteht. Information und Inhalt trennen sich, die Präsenz selbst wird zur Botschaft, und wird als Choreographie von Neoarchetypen zur leersten Gottheit unserer Zeit.
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