der rasen ist immer noch nicht gemäht. die plastikschafe stehen doof umher wie üblich. schon länger hab ich nicht geduscht. das bringt vor dem anstreichen garnix. nachher dann zu müde. internetradio AFB UNDERGROUND spielt den daft punk remix und ich pumpe das netz mit privaten daten voll, weil ich meiner eigenen vergänglichkeit ein schnippchen schlagen will. nicht weit von mir steht eine kiste radler. aber wen interessiert das schon. und dass ich mir heute den schnautzer stutze aber nicht die nägel. wursthaut neben stanlymesser. stanlymesser über ipod, wiederum neben modem. konstellationen die selbst NICHTS sagen! noch weniger über meinen emotionalen zustand, den ich selbst nicht mal durchschaue. dann schaue ich youtube. kein alkohol gibt ungeahnte energie, keine hilfe beim anstreichen gibt weniger freizeit. diese wird sofort in skype investiert (wie reich sind die eigentlich?) und über das phänomen “gangstalking” abgehandelt. es wirkt fast als würde gangstalking zu einer neuen subkultur aufsteigen. ähnlich wie ufo sichtungen, stellt sich für mich die frage von order from noize… countersurveillence als entstehende kulturtechnik und eine ausgeburt von verlust des privaten und “jeder gegen jeden” auf beobachtungslevel. superspannend und alles auf youtube. stichwort: gangstalking: operative paranoia voraus! durch fear-induced holography wird das “blue beam project” erst richtig lustig! ist das gar eine exemplarische trennung von information und inhalt? rein durch ein gefühl der verfolgung wird schon inhalt erzeugt. wie das bild von misstrauen gegenüber staat und medien durch ufo sichtungen. wer die globale paranoia am besten anzapft, hat seine message durch die visuelle information alleine (wolken, autos, rasen, rauschen…) angebracht. oder laut aytherherd: “ich würde eher sagen. wer die paranoia am besten anzapft kann sie auf alle möglichen medien übertragen” da gehts nicht um bestimmte inhalte wie: gott ist zurück, amerika setzt psychotronics ein, mandeläugige aliens waren da etc. an. sondern auf welches rauschen als bezugssystem das angstgefühl projeziert wird… um der kontrollgesellschaft gemäß, den content in jeder person einzeln entstehen zu lassen. man muss nur einen x-beliebigen narrativ gestalten der fiktional ist (eventuell) aber spannend. dann nimmst du eine interpretationsfläche an der sich die faktoide manifestieren sollen. es ist kein inhalt selbst dort. die fläche selbst wird zur botschaft. wie der zizek in seinem ding sagt: obwohl “the sound of music” vom inhalt her ein antifaschistischer film ist transportiert er (auf einer “virtuellen textur”) puren faschismus. achja: in einem amerkanischen bundesstaat ist es übrigens unter hoher geldstrafe verboten schmetterlinge zu töten oder mit dem tode zu bedrohen (!). statt zu labern sollte ich anstreichen. schmetterlinge mag ich eben. nicht nur wegen der tornados die sie verursachen http://www.youtube.com/watch?v=FcNOlNF7kLchttp://www.youtube.com/watch?v=GSq29ndWV-Qhttp://www.youtube.com/watch?v=d8OSeqBzMLE
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