Saturday, May 31, 2008
“Sichtfett ist sowohl Größe als auch Medium aller bildgebenden Verfahren. Um etwas festzuhalten, das in der Vergangenheit stattgefunden hat, benötigt man Stichtfett nach der Formel (…) was etwa 2 Gramm Sichtfett pro Millimeter Brennweite entspricht. Das bedeutet, dass je nach Räumlichkeit der nachträglichen Aufzeichnung weniger Fett benötigt wird, da der kleinere Bildausschnitt auch eine detailreichere Aufzeichnung gestattet. Andersherum lässt sich nach der obrigen Formel die Qualität der Aufzeichnung nach der vorgefundenen Menge an Sichtfett errechnen. Zusammenfassend kann man sagen: Sichtfett wird als die Größe nie stattgefundener Aufzeichnungen beschrieben. Ein umgebrochener Baum mit SF ist so in einer neuen Qualität aufzeichenbar und ist daher auch nachweislich zuvor umgebrochen.Als Medium fungiert SF als hochkonzentrierte Emanation aus dem Virtuellen. Bisher kam die Sucht der Informationstechnologie Dinge festzuhalten aus der prinzipiellen Unmöglichkeit Virtuelles aufzuzeichnen. Durch Sichtfett werden auch diese Dinge darstell- und somit für alle Zeit speicherbar. Der mediale Charakter des SFs zeigt sich an der Möglichkeit Nichtreales durch die äußerliche Behandlung mit Sichtfett begreiflich zu machen und wie Tracer-Substanzen (Isotope) in der Medizin auch für die Bildgebung freizuschalten. SF ist der feststoffliche Mittler zwischen einer Nichtrealität von Gefühlen, Gedanken und Glaubenssystemen und der prinzipiellen Möglichkeit einer Aufzeichnung. Der metaphysische Inhalt des Sichtfetts wird vom Produzenten erzwungen und vom Betrachter nachträglich ergänzt.” (…)
Friday, May 30, 2008
Zum Kotzen sowas! Nach nur 3 Stunden Schlaf spielt das Hirn nicht mehr mit und schüttet alles aus, was einen noch auf den Beinen hält. In Kombination mit Kolanuss ein fantastisches Gemisch aus Wahnsinn und Gehirnaquaplaning. Gestern am TÜWI-fest haufenweise so Typen die sich 3 Dreadlocks am Hinterkopf stehen lassen und mit Feuer jonglieren. Bier war billig und die Menschen die ich kennenlernte, nicht mal so interessant wie vorgestellt. Vielleicht hab ich auch nicht streng genug nachgehakt. Heute erzählt der Widrich, dass sich Geschichten strukturell seit tausenden Jahren nicht verändert haben anhand der Geschichte von Robbie dem Robbenbaby. Der Johannes bastelt daneben im Keller an seinem Nachbau des ONE-Büros und rennt emsig herum wie ein Malereistudent. Oder ein interaktiver Pollock oder so, ging ja auch um Interaktion heute (was alles bedeutet). Jetzt der Einbruch nach der Gallerierunde durch den Ersten und Zweiten. Gratis Wein und Kunst, wir steigen herum wie möchtegern Thompsons und futtern Käse bei Schlingensief Installationen. War da nicht auch Nitsch am Gang? Beste Arbeit btw: Typ der sich “Internet” unter die Unterlippe tatooviert. Gab aber keinen Käse mehr. Leo ist in ein paar Stunden unterwegs nach Dublin und ich vermute er hat immer noch keinen Schlafplatz. Morgen ab ins Leopold mit Listenplätzen zu einer Geschichte von der ich noch nie gehört habe. Grillen am Berg und andere bürgerliche Phantasien ausleben. Den Müll hinterm Haus vergessen und nach und nach in die Eimer werfen. Schafe am Schafberg verrücken, Mädels bloß angraben weil andere in sie verliebt sind. Die eigene Liebe wie eine heisse Semmel von der linken in die rechte Hand werfen. Smartdrugs online bestellen. Hoffen dass man kein Monster ist, sich mit 50 keine knackige Tochter adoptiert und den Keller auf Ausbaumöglichkeiten untersucht. Angst vor Krebs haben, Tagesnachrichten Scheisse finden, versuchen nicht arrogant zu wirken, die Eltern ehren, Heim finden, Socken waschen, Dinge online stellen, nicht wissen ob man hungrig oder müde ist und sich einreden das Zen und Tao gerade deshalb zu verstehen, da man absolut keine Ahnung davon hat.
Wednesday, May 28, 2008
digital time on analog clocks

»a bit earlier, a bit later« 2008, at wir haben alle ein motiv | exhibition unterstinkenbrunn
Saturday, May 10, 2008
selfportrait/terror icon 2007
Saturday, May 10, 2008
ein schnitzel beim leiner (kagran) nachdem uns der müllplatzwart verweist. die fahrt mit 700 kilo scheißdreck im gepäck war völlig umsonst. aber interessant: dieses stahlzelt im 22sten sieht man auch vom schafberg aus. das stahlzelt ist in betrieb für den schrott, anscheinend packen sie den müll auch in pallets ab und lassen auf einem riesigen künstlichen hügel gras über die sache wachsen. nicht wie zwentendorf eine der teuesten pleiten wie angenommen. danach fahren wir mit dem 3 meter hohen anhänger voller müll unter einer 2 meter hohen brücke durch. das auto hebt es mindestens einen halben meter aus. kurz das gefühl es würde uns überschlagen. dann rollt uns ein behinderter im elektrorolli vors auto. vollbremsung. am morgen wieder ein heisser schwammerltee mit reishi. das wetter ist schön, meine persönliche promethea auch aber weit weit weg. nichts tun oder scheitern. vielleicht müsste ich überhaupt nicht scheitern. aber da spielen meine nerven nicht mit. vor mir liegt ein päckchen “krüger” zigaretten. ja die gibts. tolle sachen auch im kellerschrott gefunden: medizinische geräte, kochbücher, altes kartenspiel und brillen. auch dias von vaginaluntersuchungen. andi, leo und eltern sind in st. pankraz. von der wand lächelt mir das gesicht von joseph ratzinger entgegen. wir haben das poster beim bauhaus gekauft. nein stimmt nicht. er lächelt überhaupt nicht
Monday, May 5, 2008
der rasen ist immer noch nicht gemäht. die plastikschafe stehen doof umher wie üblich. schon länger hab ich nicht geduscht. das bringt vor dem anstreichen garnix. nachher dann zu müde. internetradio AFB UNDERGROUND spielt den daft punk remix und ich pumpe das netz mit privaten daten voll, weil ich meiner eigenen vergänglichkeit ein schnippchen schlagen will. nicht weit von mir steht eine kiste radler. aber wen interessiert das schon. und dass ich mir heute den schnautzer stutze aber nicht die nägel. wursthaut neben stanlymesser. stanlymesser über ipod, wiederum neben modem. konstellationen die selbst NICHTS sagen! noch weniger über meinen emotionalen zustand, den ich selbst nicht mal durchschaue. dann schaue ich youtube. kein alkohol gibt ungeahnte energie, keine hilfe beim anstreichen gibt weniger freizeit. diese wird sofort in skype investiert (wie reich sind die eigentlich?) und über das phänomen “gangstalking” abgehandelt. es wirkt fast als würde gangstalking zu einer neuen subkultur aufsteigen. ähnlich wie ufo sichtungen, stellt sich für mich die frage von order from noize… countersurveillence als entstehende kulturtechnik und eine ausgeburt von verlust des privaten und “jeder gegen jeden” auf beobachtungslevel. superspannend und alles auf youtube. stichwort: gangstalking: operative paranoia voraus! durch fear-induced holography wird das “blue beam project” erst richtig lustig! ist das gar eine exemplarische trennung von information und inhalt? rein durch ein gefühl der verfolgung wird schon inhalt erzeugt. wie das bild von misstrauen gegenüber staat und medien durch ufo sichtungen. wer die globale paranoia am besten anzapft, hat seine message durch die visuelle information alleine (wolken, autos, rasen, rauschen…) angebracht. oder laut aytherherd: “ich würde eher sagen. wer die paranoia am besten anzapft kann sie auf alle möglichen medien übertragen” da gehts nicht um bestimmte inhalte wie: gott ist zurück, amerika setzt psychotronics ein, mandeläugige aliens waren da etc. an. sondern auf welches rauschen als bezugssystem das angstgefühl projeziert wird… um der kontrollgesellschaft gemäß, den content in jeder person einzeln entstehen zu lassen. man muss nur einen x-beliebigen narrativ gestalten der fiktional ist (eventuell) aber spannend. dann nimmst du eine interpretationsfläche an der sich die faktoide manifestieren sollen. es ist kein inhalt selbst dort. die fläche selbst wird zur botschaft. wie der zizek in seinem ding sagt: obwohl “the sound of music” vom inhalt her ein antifaschistischer film ist transportiert er (auf einer “virtuellen textur”) puren faschismus. achja: in einem amerkanischen bundesstaat ist es übrigens unter hoher geldstrafe verboten schmetterlinge zu töten oder mit dem tode zu bedrohen (!). statt zu labern sollte ich anstreichen. schmetterlinge mag ich eben. nicht nur wegen der tornados die sie verursachen http://www.youtube.com/watch?v=FcNOlNF7kLchttp://www.youtube.com/watch?v=GSq29ndWV-Qhttp://www.youtube.com/watch?v=d8OSeqBzMLE
Saturday, May 3, 2008

Honey and Felt Jetsam 2008