ich sitze im kleinbus auf dem weg zum ZKM in karlsruhe, passenderweiser höhre ich die roboter von kraftwerk und beobachte dabei die bodenmarkierungen wie sie rythmisch unter dem fenster vorbeiziehen. ein zustand wie der schlaf nur mit offenen augen, neben mir sitzt julia und schläft. das willkommensschild der stadt karlsruhe sagt mir auf einmal “weit vor, viel dahinter”. ein bringer. nix geschlafen, kaffe und wasser. wenn ich schwer esse oder kurz schlafe ist es vorbei. gottseidank habe ich ohne pass aber mit führerschein fliegen dürfen. die dame hat nur gesagt: wenn ich kontrolliert werde, selber schuld. wer bitte soll mich kontrollieren? am rückflug waren wir eine angeheiterte runde kunststudenten in einem kübel, einwenig aufgestaut von deutscher dir und korrektheit. schlimmste landung seit ca. einem jahrzehnt. das gefühl war kurzeitig als würden wir wieder abheben und nachher zu schlittern beginnen. für die nerven davor gabs: schinkenbrot. onkel weibel, die majestät des zkm hat uns die führungen gegönnt, dann weiter zum bruder von romano prodi. grad da. ein plausch am jungen tisch war da auch drin, beim mithören bei v. information aufgeschnappt: hitlergruß von hitler selbst als auffangende bewegung der gezielten grüße, museen als durchlauferhitzer und teuerer der privatsammlungen… usw. gelungen! ich geh jetzt sterben…
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