Monday, December 17, 2007
Erst: Atmosphäre Schnipsel. Plastisch und pathetisch beschreibe ich irgendwo, irgendwas aus dem Film, auch wenn es nichts zur Sache tut. An einem tollen Schauplatz des Films befindet sich, die mit einem abgedroschenen Adjektiv beschriebene Hauptperson XY, die sich in einer vermeidlich exemplarischen Situation befindet. Gleich werde ich vom Schauplatz auf die Nationalität und das Milieu des Films kommen, der als eine Mischung aus mindestens zwei Worthülsen bezeichnet werden kann. Der Regisseur hat schon irgendeinen anderen Film gemacht, der mit diesem in irgendeine Verbindung gebracht werden kann. Er setzt in diesem Film auf Spannung, Emotion oder sonst eine beliebige TV-Programm Punktekategorie. Dann: Faust aufs Aug Originalton.
Die Handlung, die noch nie etwas über einen Film gesagt hat, wird von dieser Ausgangsituation mit vielen „Sogleichs, Balds, oder Triffts“ umrissen, woraus sich gekonnt ein strukturell beschreibender Satz ergibt, der den Protagonisten in die Seele guckt und den Film auf einer total argen Metaebene ins Herz trifft. Oder sich zumindest klug anhört. Emotionsgeladener Originalton. Ein paar Mittel, wie der Regisseur oder die Schauspieler was Tolles geschafft oder eben nicht geschafft haben, werden aufgezählt und mit fachkenntlichen Referenzen geschmückt. Zack! Jetzt beginnt schon das abschließende Element, indem Adverben gereiht, gekonnt mit Genre-Bezeichnungen gemixt und (wegen des Identifikationsfaktors) auf dich als Zuseher gemünzt werden. Oft mit dem Wort „Eindruck“. Der Film ist ein bis zwei Adjektive die Qualität bereffend, kombiniert mit einer riesigen Filmschublade. Dann noch etwas Persönliches vom Autor, der sowieso ein Idiot ist. Wir verleihen eine bestimmte Anzahl von… undundund
Friday, December 14, 2007
Gerade eine Doku über Alan Moore aus dem Jahr 1987 gefunden. Auch ein neueres Interview hab ich entdeckt, das er mit der BBC geführt hat. Ich glaub ich werd mal wieder Watchmen in die Hand nehmen…
Alan Moore- Monsters, Maniacs and Moore
Friday, December 14, 2007
fühlt sich irgendwie nach schlafen an, geht aber nicht mehr. ist sowieso schon halb zwei. aufgewacht und völlig verblüfft, dass nicht in meinem zimmer. zum ersten mal diesen “winter” fällt mir auch auf, dass es draußen schneit. kindliche freude bleibt aus. zuckerzucker. heute b-seite konzert und ich bin sehr gespannt ob ich es da hin schaff. oder in die mensa. oder in die metallwerkstatt. oder holz. neuen club 2 geschaut und da kommt es soweit, dass ein kross gebräunter medienunternehmer (besten alters) die zukunft und bedeutung des internets verteidigen muss. der blasse robert schafft das nicht so, is ja auch vom orf in den orf und noch einwenig jung. das darf nur christian rainer. alter cocktailverhaberer. jetzt freu ich mich auf die suppe. warm und erbaulich. ganau das richtige jetzt
Sunday, December 9, 2007
Kultur ist nicht dein Freund
Nie wieder Kosmos
Stahl ist ein Funbad
Let there be Kot
Kein und Ablativ
Gebt dem Krüppel Nichts
Win my trendy Apfelschorle
Gott isst Finnenbrot
Bürger! sammelt Wahrheitskerne
Spontanität, jetzt erst recht
Worthülsenfrüchte
Gaudeamus Iggy Pop
Gestatten: Horny Winfried
Ich mag Imres
Notschlachtung statt Schokolade
LSD, Nein Danke
Wer, wenn nicht jetzt?
His Majesty King Mob
Fit to survive!
35% mehr Bumsfallera
Würgemale sind Out
Im Lagerhaus gibts auch kein Sushi
Resignieren in Residence
Posen hilft nicht
Jäger raus
Rumpöbeln mit Marx
Wissen ist Nacht
Dann klappts auch mit der Immersion
Saufen wie die Ahnen
Knie mal wieder!
Eure Armut kotzt mich an
Geist ist Geil
Bei Attilas Arschhaaren
Oh verbrannte Ingeborg
Sunday, December 9, 2007
ein junge und ein mädchen am tanzboden. sie ist eine junge kleopatra, bewegt sich sanft zur musik. zieht die schultern hoch, lässt neckisch die blicke zufallen. der bass füllt den raum wie substanz. hängt in der luft. man will es nicht glauben, denn seinerseits bleibt er unbeeindruckt. fast schon ignorant. es wird schlimmer. sie lässt ihm die hüften zukreisen, schlägt die augen von unten hoch. er wirkt abwesend. müssen das nicht alte bekannte sein, ein eingespieltes paar? ein kleines schauspiel am rande? nein. diese beiden menschen kennen sich nicht. es knistert nicht, es knattert. die übrigen können einfach nicht wegsehen. wie auf omas beste vase die nicht über die tischkante rollen will. minutenlang. er breitet nach langen zyklen, endlosem näher und ferner seine arme aus. tut so, als wäre sie von einer verbotenen aura umgeben. er berührt mit beiden zeigefingern ihre ohren(!). erstaunlicherweise geht es weiter. ewigkeiten vergehen. sie tuscheln, wenden sich schmunzelnd ihren allies zu. verlassen das lokal.
Saturday, December 8, 2007
gestern ein tv-juwel: der großartige joe coleman zieht mit der tochter von dario argento durch new york. regie: jörg buttgereit. was soll man da noch sagen.
Durch die Nacht mit Asia Argento und Joe Coleman