Filmkritik HOWTO

Erst: Atmosphäre Schnipsel. Plastisch und pathetisch beschreibe ich irgendwo, irgendwas aus dem Film, auch wenn es nichts zur Sache tut. An einem tollen Schauplatz des Films befindet sich, die mit einem abgedroschenen Adjektiv beschriebene Hauptperson XY, die sich in einer vermeidlich exemplarischen Situation befindet. Gleich werde ich vom Schauplatz auf die Nationalität und das Milieu des Films kommen, der als eine Mischung aus mindestens zwei Worthülsen bezeichnet werden kann. Der Regisseur hat schon irgendeinen anderen Film gemacht, der mit diesem in irgendeine Verbindung gebracht werden kann. Er setzt in diesem Film auf Spannung, Emotion oder sonst eine beliebige TV-Programm Punktekategorie. Dann: Faust aufs Aug Originalton.
Die Handlung, die noch nie etwas über einen Film gesagt hat, wird von dieser Ausgangsituation mit vielen „Sogleichs, Balds, oder Triffts“ umrissen, woraus sich gekonnt ein strukturell beschreibender Satz ergibt, der den Protagonisten in die Seele guckt und den Film auf einer total argen Metaebene ins Herz trifft. Oder sich zumindest klug anhört. Emotionsgeladener Originalton. Ein paar Mittel, wie der Regisseur oder die Schauspieler was Tolles geschafft oder eben nicht geschafft haben, werden aufgezählt und mit fachkenntlichen Referenzen geschmückt. Zack! Jetzt beginnt schon das abschließende Element, indem Adverben gereiht, gekonnt mit Genre-Bezeichnungen gemixt und (wegen des Identifikationsfaktors) auf dich als Zuseher gemünzt werden. Oft mit dem Wort „Eindruck“. Der Film ist ein bis zwei Adjektive die Qualität bereffend, kombiniert mit einer riesigen Filmschublade. Dann noch etwas Persönliches vom Autor, der sowieso ein Idiot ist. Wir verleihen eine bestimmte Anzahl von… undundund

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